Barrierefreiheit in Freizeitparks

Aus besondere tipps
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Hintergrund[Bearbeiten]

Der Besuch in einem freizeitpark kann für Menschen mit Einschränkungen sehr frustrierend sein. Während man als erwachsener oft noch recht gut selbst einschätzen kann, welche Atraktionen nutzbar sind, müssen die eltern dies für Kinder übernehmen. Was wenn das geplante Tageshighlight nicht mit dem Rolli benutzt werden kann?

Wir können die Gegebenheiten vor Ort nicht ändern, aber mit einer guten Vorbereitung läßt sich evtl. Frust umgehen und der Tag kann entsprechend den Möglichkeiten geplant werden.

Viele der Parks machen, ähnlich wie andere Urlaubsziele, mittlerweile aussagen zur Barrierefreiheit. Das ist sehr gut und lobenswert, aber die Bewertung von Betroffenen oder angehörigen sieht oft anders aus.

diese Seite will versuchen die Vorbereitung eines Parkbesuchs zu unterstützen und Barrieren offen benennen. Leser, die in Parks waren, sind daher herzlich eingeladen ihre Erfahrungen zu teilen und damit anderen Frust und Tränen zu ersparen.

Parks[Bearbeiten]

Serangetipark Hodenhagen[Bearbeiten]

Die Seite des Parks hat eine eigene Seite mit ausführlichen Beschreibungen der Barrierefreiheit: https://www.serengeti-park.de/barrierefreiheit/ Die Beschreibung vermittelt umfangreiche Einrichtungen und Services für Menschen mit Einschränkungen. Die folgenden Abschnitte beziehen sich dabei auf die Angaben der o.g. Seite des Parks.

Rollstühle bei der Seren­geti-Bus­tour[Bearbeiten]

  • Es ist wichtig, sich bei der Busabfahrt zu melden und dies möglichst rechtzeitig, weil es einen eigenen Einstiegspunkt (kurz vor der eigentlichen Abfahrt) für Rollstuhlfahrer gibt. Wenn man in der Schlange steht bedeutet dies, dass man u. U. erst einen nachfolgenden Bus besteigen kann, als in der Reihenfolge, da der Einstiegspunkt vom Bus bereits passiert wurde. Evtl. kann man eine Begleitung bitten, dies rechtzeitig einem Fahrer mitzuteilen und sich am Einstiegspunkt postieren.
  • Zumindest in einigen Fahrzeugen bieten die Rollstuhlplätze nur eine geringe Aussicht - Treppenaufgang etc. versperren hier die Sicht. Evtl. ist hier also wirklich die Nutzung des eigenen PKW hilfreich.
  • Der Ausstieg am Streichelzoo scheint für Rollstuhlfahrer nicht vorgesehen zu sein. Zumindest wurde uns hier keine Hilfe angeboten. Das ist besonders für Kinder schade.
  • Der Ausstieg findet entgegen den anderen Fahrgästen wieder am Einstiegspunkt - also nach dem Aussteigen der anderen Fahrgäste statt.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Die Eisenbahn - magischer Anziehungspunkt für alle Kinder kann mit einem Rollstuhl nicht benutzt werden. Es gibt hier auch keine beaufsichtigte Möglichkeit, den Rolli ggf. unterzustellen.

Toiletten und Wickelmöglichkeiten[Bearbeiten]

Nicht alle Toilettenanlagen im Park sind barrierefrei - neben den Behinderten-WCs haben die anderen WC-Räume zwei Stufen am Eingang. Wir fanden ein Behinderten-WC stark verdreckt vor. Hier wäre es wohl hilfreich, wenn der Zugang nur mit dem sog. Euroschlüssel wie bei anderen Rolliklos möglich ist. Ein Wickeltisch war stark beschädigt und unbenutzbar.

Tickets[Bearbeiten]

Es ist sehr entgegenkommend, dass die Preise für Menschen mit Einschränkungen und ihre Begleitung deutlich niedriger als die normalen Preise sind. Die Seite zur Barrierefreiheit verweist hier explizit auf den Online-Shop, obwohl die ermäßigten Preise dort nicht gebucht werden können. Man muss also in jedem Fall vor Ort an der Kasse bezahlen und den Schwerbehindertenausweis vorlegen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Es gibt einen Parkplatz für schwerbehinderte Menschen in der Nähe des eingangs.
  • Die Wege sind, so weit wir das beurteilen konnten, gut mit einem Rollstuhl oder rollator zu befahren.
  • Es gibt einen Audioguide als Ap für IPhone und android. Ob die App zugänglichb ist, haben wir allerdings nicht getestet. Ein solcher Guide kann u.U. blinden Menschen helfen und der Begleitung viel Vorlesen ersparen.