Blind unterschreiben

Aus besondere tipps
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Jeder von uns muss regelmäßig Unterschriften leisten. Ob bei der Bank, beim Ausfüllen von Anträgen oder beim Abschluss von Verträgen. Wie können Sie sicher sein, dass Sie wissen, was Sie unterschreiben?

  • Sie können eine Vertrauensperson mitbringen, die Ihnen die Unterlagen vorliest. Falls der Vertragspartner so etwas nicht möchte oder zur Eile drängt, sollten Sie besser nichts unterschreiben. Die Unterschrifrt ist auch bei blinden Menschen uneingeschränkt rechtskräftig, solange sie als geschäftstüchtig eingestuft sind. Es ist daher Ihre Entscheidung, ob Sie den Vertragspartner vertrauen, oder den Inhalt mittels der Vertrauensperson durchlesen.
  • Geburtsblinde Menschen haben i.d.R. keine gute Schreibmotorik, weil die Übung fehlt. LPF-Trainer bieten hier in einem LPF-Training die Möglichkeit zum Üben der Unterschrift an, damit diese mehr oder minder lesbar ist. In jedem Fall sollte eine Prüfung durch Graphologen kein Problem darstellen - denn die Eigenheiten Ihrer Unterschrift sind auch ohne Übung des Schreibers überprüfbar.
  • Es gibt kleine Schablonen, die das Feld begrenzen können, in dem Sie ihre Unterschrift ableisten. Dannn schreiben Sie nicht in andere Teile hinein. Leider funktionieren diese Geräte nur dann, wenn die Unterschrift relativ dicht am Rand des Papier stattfinden soll.
  • Eine praktikable Lösung kann ein schlichtes Lineal sein, dass die Unterkante und den Beginn der Unterschrift markiert.
  • Späterblindete Menschen haben i.d.R. bereits eine fest eingeprägte Unterschrift, sodass diese nach wie vor nur die genaue Position für die Unterschrift gezeigt bekommen müssen.