Sehschärfe umrechnen

Aus besondere tipps
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dies ist nur ein Entwurf.

Die überschriften und Inhalte sollen Gedankenstützen und Stichpunkte für Ergänzungen sein.

Falls Sie helfen können, Inhalte zu ergänzen, würden wir uns darüber sehr freuen.


Bei manchen Menschen, z.B. jungen Kindern, können die nach der Anlage 8 zur VersMedV geforderten Sehtests zur recognition acuity und zum Gesichtsfeld nicht durchgeführt werden. Um dennoch z.B. beurteilen zu können, ob eine Blindheit im Sinne des Gesetzes vorliegt, kann in der Regel die grating acuity erhoben werden. Diese hängt nicht von der aktiven Mitarbeit oder dem Wissensstand des Begutachteten ab, da reflektorische Bewegungen des Auges beurteilt werden. Sachlich lassen sich grating acuity (Kontrastsehschärfe/Minimum visible) und Visus (Winkel-Sehschärfe) kaum miteinander vergleichen. Mitunter suggeriert die grating acuity einen höheren Visus, als letztlich ermittelt werden kann, da für den Visus eine deutlich komplexere Leistung[1] erbracht werden muss, als für die grating acuity. Dennoch kann man die Werte ineinander umwandeln und somit auch aus der grating acuity der Verständlichkeit halber ein Visusäquivalent ermitteln.

Dazu dient folgende Formel: v≙(d*g)/(57cm*30)

mit:

  • g = Höchste Zahl von Schwarz-Weiß-Zyklen pro Zentimeter (in c/cm bzw. cpcm), bei der auf einer gemessenen Distanz (grob gesagt) eine Blickwendung ausgelöst werden kann
  • d = gemessene Distanz zwischen Auge und Testfeld in cm
  • 1°VA ≙ 1cmVA bei einer Distanz von 57cm (VA = visual angle, Grad des Gesichtsfeldes)(laut Hyvärinen), also c/°VA ≙ (d*g)/57cm
  • Snellendenominator=20*[30/(c/°VA)] (laut Teller)
  • v = 20/Snellendenominator = Visusäquivalent

Prinzipiell muss aber auch ohne jeden quantitativen Sehtest ein gutachtliches Urteil zum Vorliegen bzw. Nicht-Vorliegen von Blindheit im Sinne des Gesetzes getroffen werden.[Quellen aus Gerichtsurteilen!]