Übersicht über die verfügbaren Screenreader

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Eine recht vollständige Übersicht über die verschiedenen Bildschirm-Auslese-Programme sog. Screenreader gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Screenreader#Bekannte_Screenreader. Dort sind auch Seiten zu den einzelnen Produkten hinterlegt. Deshalb wird hier keine eigene Übersicht gepflegt.

Ein paar Anmerkungen zu Screenreadern[Bearbeiten]

  • Viele der verfügbaren Screenreader sind kommerzielle Produkte, die als Hilfsmittel anerkannt sind. Es kommt allerdings darauf an, den Kostenträger von der Notwendigkeit zu überzeugen.
  • Screenreader benötigen eine erhebliche Einarbeitung, bis man sie wirklich beherrscht. Fast alle lesen zwar einen Wechsel von Cursor und Fokus vor, aber wenn Informationen auf dem Bildschirm verteilt sind, oder die Anwendung Barrieren hat, dann ist es notwendig die Kommandos und Funktionsweisen des Screenreaders zu kennen. Ähnlich, wie man bei Regen wissen muss, wie sich der Scheibenwischer im auto aktivieren und einstellen läßt.
  • Nicht alle Screenreader können alle Anwendungen gleich gut auslesen. Vor einer Anschaffung oder einer intensiven Einarbeitung ist es daher ratsam, die Anwendungen, die man verwenden möchte mit einer Demoversion auszuprobieren. Evtl. gibt es spezielle Anpassungen für die gewünschten Anwendungen für die verschiedenen Screenreader. Hier können die Mailinglisten zum Screenreader oder der ISCB weiterhelfen.
  • Viele Anwender verwenden mehr als einen Screenreader auf einem System, falls die Anwendungen unterschiedlich gut bedient werden können, oder wenn es andere Gründe hierfür gibt. Sie werden allerdings i.d.R. nicht parallel ausgeführt.
  • Wer den Aufwand der Einarbeitung in einen Screenreader scheut oder sich nicht zutraut, der könnte eine alternative Benutzeroberfläche wie WinGuido verwenden. Diese Oberflächen sind in ihren Möglichkeiten allerdings stark begrenzt und sollte gut überlegt werden. Für Menschen, die viele unterschiedliche Arbeiten am PC durchführen wollen, sind sie keine Lösung.
  • Oft wird mit einem Screenreader auch eine Schulung angeboten. Dies ist oft sinnvoll und erspart einem das durcharbeiten von Handbüchern. Das tägliche Üben, um die Tastenkombinationen und Funktionsweisen zu verinnerlichen ist in jedem Fall notwendig.
  • Das Erlernen der Brailleschrift und die Verwendung einer Braillezeile sollte überlegt werden, da diese eine bessere Übersicht und leichtere Rechtschreibkontrolle ermöglicht.
  • Einige der frei verfügbaren Screenreader wie NVDA sind mittlerweile auf einem sehr hohen technischen Niveau angekommen und mit kommerziellen Produkten vergleichbar. Dabei sollte man zwischen einem Einsatz am privaten PC und dem an einem Arbeitsplatz in einer Firma unterscheiden:
    • Bei einer Verwendung am privaten PC kann man i.d.R. selbst entscheiden, welche Anwendungen genutzt werden und somit unzugängliche Anwendungen vermeiden
    • Am privaten PC ist eine technische Störung zwar ärgerlich, doch nicht so problematisch wie im beruflichen Einsatz. Deshalb spielt der mögliche technische Support durch einen kompetenten Hilfsmittelhändler/Hersteller eine wesentliche Rolle bei der Produkt- und Händlerentscheidung.
    • Bei beruflichen Arbeitsplätzen ist die zu verwendende Software oft vorgegeben und es kann gut sein, dass eine einzige Anwendung über den richtigen Screenreader entscheidet. Da es auch später zu neuen oder aktualisierten Anwendungen kommen wird, ist die Anpassbarkeit und Konfigurierbarkeit eine zentrale Kaufentscheidung. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass diese Anpassungen i.d.R. von Fachleuten vorgenommen werden müssen und dafür ein solcher Anbieter zeitnahe verfügbar sein muss.